Tuner im Härtetest

Automatische Antennentuner versprechen eine einfache Anpassung auch schwieriger Antennen. Doch wie effizient arbeiten die verschiedenen Modelle tatsächlich? Dieser Frage ging der Funkamateur DF8HL (SK2025) in einer umfangreichen Testreihe nach.

Verglichen wurden unter anderem der Alinco EDX-2, CGAntenna CG-3000/MFJ-926, verschiedene Icom-Tuner sowie der SGC SG-230. Gemessen wurde zunächst an einer 50-Ω-Dummy-Load, anschliessend an einer extrem kurzen 80-m-Antenne mit sehr ungünstiger Impedanz.

Die Ergebnisse zeigen deutliche Unterschiede. Der CG-3000 erzielte die besten durchschnittlichen Wirkungsgrade, zeigte jedoch Schwächen bei sehr kurzen Antennen, wo hohe Spannungen die kleinen Relais stark belasten können. Die Icom-Tuner überzeugten vor allem durch ihre robuste Bauweise und hohe Zuverlässigkeit, lieferten aber auf 80 m teilweise etwas geringere Wirkungsgrade. Beim SGC SG-230 wurden unter bestimmten Bedingungen ungünstige Abstimmzustände festgestellt, die den Wirkungsgrad deutlich reduzierten.

Besonders interessant: Die grössten Verluste entstehen nicht in den Relais, sondern in den Spulen. Bei den Tests wurden einzelne Induktivitäten so heiss, dass Temperaturen von deutlich über 100 °C erreicht wurden.

Ebenfalls deutlich wurde, dass der Antennentuner nur einen Teil der Gesamtverluste ausmacht. Bei sehr kurzen Antennen kann der Gesamtwirkungsgrad des gesamten Systems auf wenige Prozent sinken. Der Einsatz einer externen Ladespule brachte hingegen eine deutliche Verbesserung und sorgte in Praxistests für mehrere Dezibel Gewinn.

Einen klaren Sieger gibt es nicht. Die Tests zeigen jedoch, dass eine gut dimensionierte Antenne wichtiger ist als der verwendete Tuner. Besonders bei kurzen Antennen auf 80 m lassen sich durch geeignete Antennenkonzepte oft grössere Verbesserungen erzielen als durch einen Tunerwechsel.

Quelle: aprmap.eu/rig/tuners.htm