Spionage-Technik der 1980er Jahre: Ein Blick auf zwei selbstgebaute Abhörgeräte

In einer faszinierenden Präsentation werden zwei hochmoderne, jedoch fast 40 Jahre alte Abhörgeräte vorgestellt, die in den späten 1980er Jahren von einem Funktechniker in den Vereinigten Staaten entwickelt wurden. Die Geräte zeichnen sich durch ihre Tarnung als Alltagsgegenstände aus: Ein Sender ist in eine Streichholzschachtel der Marke „Pioneer» integriert, der andere befindet sich in einer durchsichtigen Kunststoffdose. Beide funktionieren als freie Oszillatoren, die in der Lage sind, Gespräche in unmittelbarer Umgebung über den UKW-Bereich zu übertragen.

Das Streichholzschachtel-Modul nutzt eine germaniumbasierte Transistortechnik (GM0290) und läuft mit einer einzigen Hörgerätebatterie. Die Aktivierung erfolgt diskret durch das Herausnehmen und Drehen der Schachtel, wodurch zwei Lötstellen mit einem Kupferband in Kontakt kommen. Das Gerät sendet auf einer Frequenz von etwa 171 MHz mit einer Leistung von rund 5 Milliwatt, was eine Reichweite von wenigen Metern in einem Raum ermöglicht. Der zweite Sender in der durchsichtigen Dose setzt hingegen auf Silizium-Transistoren (BSX20), benötigt zwei Hörgerätebatterien und ist mit einer externen Drahtantenne ausgestattet, um die Reichweite zu erhöhen. Beide Geräte wurden erfolgreich mit einem modifizierten Wetterradio getestet, das ursprünglich zur UKW-Wetterempfang in den USA diente, nun aber den Frequenzbereich bis 180 MHz abdeckt.

Die Präsentation unterstreicht nicht nur die technische Eleganz und Langlebigkeit dieser historischen Spionagetechnik, sondern dient auch als Beispiel für die Kreativität im Bereich der Heimwerker-Elektronik und Funktechnik. Obwohl die Geräte heute aufgrund gesetzlicher Beschränkungen im Frequenzbereich (insbesondere durch PMR-Nutzer in Großbritannien) nicht mehr öffentlich getestet werden können, beweisen sie, dass einfache Bauteile in der Lage sind, hochwirksame Überwachungssysteme zu realisieren.

Hintergrund: Die gezeigten Geräte stammen aus den Vereinigten Staaten und wurden von einem Radioingenieur gebaut. Das verwendete Wetterradio „Realistic 12156″ wurde 1978 von Tandy hergestellt und für den Empfang der NOAA-Wetterkanäle konzipiert. Durch die Modifikation des Frequenzbereichs diente es als ideales Abhörgerät für die beiden Sender. Die Technik basiert auf einfachen, aber effektiven Prinzipien der Frequenzmodulation (FM) und zeigt, wie weit die Miniaturisierung bereits in den 1980er Jahren fortgeschritten war.

Quelle: YouTube @RingwayManchester

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