Spielzeug damals und heute – eine kleine Zeitreise

Seit längerer Zeit führte mich wieder einmal ein Besuch in ein Warenhaus in Luzern. Natürlich durfte dabei ein Abstecher in die Spielzeugabteilung nicht fehlen – schliesslich ist man nie zu alt für Technik und Spielzeug.

Sofort kamen Erinnerungen an die eigene Jugend auf. Die Regale sind heute zwar prall gefüllt und bunt wie nie zuvor, doch fast alles besteht aus Kunststoff. Umso erfreulicher war die Entdeckung, dass die bekannte BRIO-Holzeisenbahn tatsächlich noch erhältlich ist. Zwischen all den Kunststoffspielzeugen wirken die Holzschienen inzwischen beinahe exotisch.

Kunststoff-Baukästen gab es schon damals. Natürlich ist LEGO nach wie vor vertreten, doch inzwischen haben zahlreiche weitere Hersteller den Markt für Klemmbausteine erobert. Auch Playmobil ist weiterhin in den Regalen zu finden.

Was jedoch vollständig verschwunden ist, sind die klassischen Modelleisenbahnen. Marken wie Märklin, Fleischmann oder auch LIMA aus Italien gehörten früher praktisch in jede gut sortierte Spielwarenabteilung. Zwar waren insbesondere Märklin und Fleischmann schon damals nicht gerade günstig, dennoch waren sie fester Bestandteil vieler Kindheitsträume. Heute sucht man sie in den Regalen vergeblich. Vermutlich wird zur Weihnachtszeit wieder was zu sehen sein. Verschwunden sind die Modellbahner nicht, der Weg führt aber ins Fachgeschäft.

Ebenso vermisst man die hochwertigen Metallbaukästen. Namen wie Meccano, Märklin Metallbaukasten oder Stokys (Gebrüder Stockmann in Luzern) wecken bis heute Erinnerungen. Damals wurde noch geschraubt, konstruiert und getüftelt. Auch die Holzbaukästen von Baufix, der Schweizer Hersteller Constri (Constri AG, Gegründet 1964 in Schinznach-Dorf)  sowie die vielseitigen Baukästen von fischertechnik haben Generationen von jungen Konstrukteuren begeistert.

Zurück in der Gegenwart fiel mein Blick auf ein Regal mit der Aufschrift «Technik». Dort entdeckte ich das VTech Kidi Talkie. Der Begriff «Talkie» liess mich zunächst an klassische PMR-Funkgeräte im 446-MHz-Bereich denken. Ein Blick auf die technischen Daten überraschte jedoch: Das Gerät arbeitet im Frequenzbereich von 2414 bis 2474 MHz ISM Band und sendet mit einer Leistung von 10 mW. Offenbar nutzt es also das 2,4-GHz-ISM-Band anstelle der bekannten PMR446-Frequenzen.

Auch das war wieder eine interessante Entdeckung. Zu meiner Jugendzeit standen in den Spielwarenregalen noch kleine CB-Handfunkgeräte für das 27-MHz-Band – für viele wohl der erste Kontakt mit dem Hobby Funk.

So zeigt ein einfacher Besuch in einer Spielzeugabteilung eindrücklich, wie sich Technik und Spielzeug im Laufe der Jahrzehnte verändert haben. Vieles ist moderner und elektronischer geworden. Dennoch bleiben die Erinnerungen an Holzschienen, Metallbaukästen und die ersten Funkgeräte unvergessen.


Doch wie toll sind den heute diese Tech-Spielzeuge? Da gibt uns YouTuber Alex einen interessanten Einblick.

Quelle: @AlexiBexi