sehr kompakte Kurzwellenantennen
Der Autor stellt eine sehr kompakte Kurzwellenantenne für Funkamateure vor, die speziell für Menschen mit sehr kleinen Gärten oder Hinterhöfen gedacht ist. Ziel ist eine Antenne, die:
- wenig Platz benötigt,
- unauffällig ist,
- schnell auf- und abgebaut werden kann,
- relativ günstig ist,
- trotzdem eine gute Leistung bietet.
Quelle: YouTube @watersstanton
Die Grundidee
Statt einer grossen Drahtantenne verwendet er eine mobile Vertikalantenne (Mobil-Whip), die normalerweise auf einem Auto montiert wird. Diese wird:
- auf einen Erdspiess gesetzt,
- mit mehreren Radials (Gegengewichten) auf dem Boden ergänzt,
- über einen Mantelwellensperrfilter (Line Isolator/Choke) mit dem Funkgerät verbunden.
Die verwendete Antenne ist etwa 2,5 m hoch und für das 20-m-Band ausgelegt.
Wichtige technische Erkenntnisse
Radials sind entscheidend
- Der Erdspiess allein reicht als HF-Masse nicht aus.
- Er verwendet 4 Radials von etwa 2,5–3 m Länge.
- Mehr Radials (8 oder 16) wären besser.
- Bei auf dem Boden liegenden Radials ist die genaue Länge weniger wichtig als die Anzahl.
Mantelwellensperre (Choke)
- Muss direkt an der Antenne sitzen.
- Verhindert Mantelwellen auf dem Koaxkabel.
- Ohne Choke entstehen falsche SWR-Messungen und Abstimmprobleme.
SWR
- Die Antenne liess sich gut abstimmen.
- Die Resonanz lag nur leicht unter dem gewünschten Bereich und konnte einfach korrigiert werden.
Praxistest
Der Autor testete die Antenne mit einem Xiegu X6100 bei 10 Watt Leistung.
Zur Beurteilung nutzte er das Reverse Beacon Network (RBN):
- Er sendete ein kurzes CW-Signal.
- Empfangsstationen weltweit meldeten automatisch die Signalstärke zurück.
Die Ergebnisse waren nach seiner Aussage überraschend gut.
Leistung im Vergleich zu einer Vollgrössen-Antenne
Seine Einschätzung:
- Nur etwa 2 bis 2,5 dB schlechter als eine vollwertige Viertelwellen-Vertikalantenne.
- Dieser Verlust ist in der Praxis oft kaum bemerkbar.
- Dafür gewinnt man enorme Vorteile bei Platzbedarf und Aufbauzeit.
Einschränkungen
Er empfiehlt das Konzept vor allem für:
- 20 m
- 17 m
- 15 m
Weniger geeignet für:
- 40 m und tiefer
Gründe:
- Die Antennen werden dann sehr stark verkürzt.
- Wirkungsgrad sinkt deutlich.
- Vertikalantennen funktionieren auf 40 m tagsüber oft schlechter als einfache horizontale Drähte.
Wichtiger Tipp
Bei dieser Art von Mobil-Whip darf der obere Abstimmstab nicht zu weit in die Spule hineinragen.
Wenn er zu tief in die Spule geschoben wird:
- verschlechtert sich die Güte (Q),
- die Abstimmung verhält sich unvorhersehbar,
- die Resonanzfrequenz kann sich sogar in die falsche Richtung verschieben.
Der Autor kürzt deshalb überstehende Teile des Stabs gegebenenfalls mit einer Metallsäge.
Fazit
Die Hauptaussage des Videos lautet:
Mit einer einfachen mobilen Vertikalantenne von etwa 2,5 m Höhe, einigen Radials und einer Mantelwellensperre kann man selbst in einem winzigen Garten oder beim Portabelbetrieb eine überraschend leistungsfähige Kurzwellenantenne aufbauen.
Der Leistungsverlust gegenüber einer vollwertigen Antenne ist relativ gering (ca. 2–2,5 dB), während der Platzbedarf und die Sichtbarkeit extrem niedrig sind. Für Funkamateure mit sehr wenig Platz kann das eine praktische und kostengünstige Lösung sein.
