Notfunk als wichtiger Pfeiler im Bevölkerungsschutz der Zentralschweiz

Ein aktueller Leserbeitrag der Zuger Notfunkgruppe HB9ZG, erschienen in der Luzerner Zeitung, zeigt eindrücklich die Bedeutung des Amateurfunks im Bevölkerungsschutz bei Krisenlagen auf. Darin wird beschrieben, wie Funkamateure im Kanton Zug im Rahmen regelmässiger Übungen ihre Einsatzbereitschaft sicherstellen und im Ernstfall die Behörden unterstützen können, wenn herkömmliche Kommunikationsmittel ausfallen oder überlastet sind.

Die Zuger Notfunkgruppe besteht seit rund 20 Jahren und arbeitet auf Grundlage einer Leistungsvereinbarung mit der kantonalen Stabsstelle Notorganisation. Nach einer Alarmierung können innert kurzer Zeit einsatzbereite Funkamateure mit ihrer Ausrüstung bereitstehen. Zum Einsatz kommen dabei sowohl klassische VHF-FM-Funkgeräte als auch digitale Betriebsarten, welche neben Sprachkommunikation auch die Übermittlung von Daten ermöglichen. Ergänzend stehen Richtfunksysteme zur Verfügung, um beispielsweise Verbindungen zwischen Behördenstandorten rasch aufzubauen.

Der Beitrag aus Zug zeigt exemplarisch, welche Rolle der Amateurfunk als unabhängige Kommunikationsinfrastruktur im Ereignisfall spielen kann. Gerade bei Stromausfällen, Naturereignissen oder einer Überlastung der öffentlichen Netze kann eine solche zusätzliche Kommunikationsschicht entscheidend sein.

Amateurfunk bietet dabei nicht nur eine technische Grundlage für den Notfallbetrieb, sondern auch ein vielseitiges Hobby mit internationaler Ausrichtung. Die Ausbildung über die HB3- und HB9-Lizenz ermöglicht einen strukturierten Einstieg in die Funktechnik und eröffnet den Zugang zu weltweiten Funkverbindungen.

Der Verein HB9LU dankt der Notfunkgruppe Zug für ihren langjährigen Einsatz und gratuliert herzlich zum 20-jährigen Bestehen. Der Beitrag zeigt, wie wichtig gut vernetzte und engagierte Funkamateure für die Resilienz der Kommunikationsinfrastruktur in der Schweiz sind.

Quelle / Anlass: Leserbeitrag „Notfunk-Übung als Beitrag zum Bevölkerungsschutz in Krisenlagen“, Luzerner Zeitung, HB9ZG (2026).


Hier ein paar Impressionen aus vergangenen Zeiten.