Kontakt verboten beim US-Militär-Test am 9. Mai

Zuhören jedoch erlaubt 🙂

Am 9. Mai, dem US-amerikanischen „Armed Forces Day», findet der jährliche Crossband-Test des Military Auxiliary Radio System (MARS) statt. US-Militärstationen funken dabei im Split-Betrieb auf Frequenzen knapp ausserhalb der Amateurfunkbänder und laden Funkamateure zum Kontakt ein.

Warum Schweizer Funkamateure nicht mitmachen können. Für die Schweiz gilt eine klare rechtliche Hürde. Gemäss Artikel 13 Absatz 1 der Verordnung über Frequenzmanagement und Funkkonzessionen (FKV) darf der Inhaber einer Amateurfunkkonzession Funkverkehr ausschliesslich mit anderen Amateurfunkstellen abwickeln. Ein Kontakt mit dem Militär (einem anderen Funkdienst) ist im normalen Betrieb verboten. Die einzige Ausnahme bilden Not- und Katastrophenfälle. Daher ist es für Schweizer Funker rechtlich unzulässig, aktiv an diesem Test teilzunehmen; sie müssen sich auf das Zuhören beschränken.

Daten für die Zuhörer Auch wenn ein aktiver Funkkontakt nicht möglich ist, ist die Übung für die Schweiz ein spannendes Beobachtungseignis. Die MARS-Stationen geben ihre Empfangsfrequenzen während des allgemeinen Anrufs bekannt. Detaillierte Informationen zu den geplanten Sendefrequenzen, Aktivitätszeiten und Sendearten finden Sie in der offiziellen PDF-Liste: https://afmars.com/downloads/2026-AFDCT.pdf.

Eine QSL-Karte lässt sich zwar über das Online-Formular der US-Armee anfordern (www.usarmymars.org/armed-forces-day-qsl-card-request), doch für Schweizer Stationen bleibt dies ein reines Empfangsereignis ohne gegenseitigen Kontakt. Die Übung richtet sich primär an Funkamateure in den USA, wobei auch Anrufe aus anderen Ländern entgegengenommen werden, sofern deren nationale Gesetze dies erlauben.