Neue Software-Variante im Test: SDR++ Brown mit integrierter KiwiSDR-Unterstützung

Die Welt der Software Defined Radio (SDR) entwickelt sich ständig weiter. Neben den etablierten Hauptversionen entstehen oft spezielle Varianten, die bestimmte Funktionen vertiefen. Aktuell sorgt SDR++ Brown für Aufmerksamkeit, ein sogenannter „Fork“ der bekannten SDR++-Software.

Doch was bedeutet „Fork“ eigentlich? In der Welt der Open-Source-Software bezeichnet man damit eine Abspaltung: Ein Entwickler nimmt den ursprünglichen, frei verfügbaren Quellcode eines Programms, kopiert ihn und entwickelt ihn unabhängig vom Originalprojekt weiter. Oft geschieht dies, um spezifische Funktionen hinzuzufügen, die im Hauptprojekt (noch) nicht vorgesehen sind, oder um eine eigene technische Vision zu verfolgen. Es ist, als würde man einen bestehenden Bauplan nehmen und ihn nach den eigenen Wünschen umbauen, während das Originalgebäude unverändert bleibt.

Bei SDR++ Brown hat der Entwickler diesen Weg genutzt, um zwei konkrete Erweiterungen zu integrieren, die für viele von uns interessant sein könnten:

Direkte KiwiSDR-Integration:
Während die Standard-Version von SDR++ dies nicht nativ unterstützt, erlaubt der Fork „Brown“ das direkte Verbinden mit Remote-KiwiSDR-Empfängern innerhalb der Software. Das macht den Umweg über den Webbrowser überflüssig und integriert weltweite WebSDRs nahtlos in die gewohnte Bedienoberfläche.

Integriertes DSD (Digital Speech Decoder):
Zusätzlich bringt diese Variante eine eingebaute Unterstützung für die Dekodierung digitaler Sprachmodi mit. Das spart das Installieren und Konfigurieren externer Decoder-Tools.

Erste Tests, unter anderem von „Tech Minds“ vorgestellt, zeigen das Potential dieser Erweiterungen für den schnellen Zugang zu globalen Signalen.  Also ein interessanter Ansatz, um Remote-QRV noch komfortabler zu gestalten.

Die Software ist Open Source und über GitHub verfügbar.

Video YouTube: https://www.youtube.com/@5Themenkanal