Crew der ISS wird vorzeitig zurückgeholt

ISS-Crew wegen medizinischem Vorfall wird vorzeitig zur Erde zurückgeholt

Erstmals seit Beginn des dauerhaften Betriebs der Internationalen Raumstation (ISS) vor rund 25 Jahren wird eine komplette Crew aus medizinischen Gründen vorzeitig zur Erde zurückgebracht. Die US-Raumfahrtbehörde NASA bestätigte, dass bei einem Besatzungsmitglied gesundheitliche Probleme aufgetreten sind, die einen weiteren Aufenthalt im All nicht sinnvoll erscheinen lassen.

Aus Gründen des Persönlichkeitsschutzes macht die NASA keine Angaben zur betroffenen Person oder zur genauen Art der Erkrankung. Es handelt sich laut offiziellen Aussagen nicht um einen akuten Notfall, der Zustand des Astronauten sei stabil. Dennoch sei eine umfassende medizinische Abklärung auf der Erde notwendig, da diese unter den Bedingungen der Raumstation nur eingeschränkt möglich ist.

Die Entscheidung zur vorzeitigen Rückkehr wurde in enger Abstimmung mit medizinischen Experten getroffen und dient laut NASA dem Schutz der gesamten Crew. Ein zuvor geplanter Außenbordeinsatz musste bereits abgesagt werden, nachdem die gesundheitlichen Probleme bekannt wurden.

Die Crew besteht aus Astronauten aus den USA, Japan und Russland. Ursprünglich war ein längerer Aufenthalt an Bord der ISS vorgesehen. Der Rückflug soll in den kommenden Tagen erfolgen, ein genauer Zeitpunkt wurde noch nicht bekannt gegeben.

Der Vorfall hat auch Auswirkungen auf die weitere Missionsplanung. Möglicherweise wird die nächste Crew früher als geplant zur ISS starten, um den regulären Betrieb und laufende wissenschaftliche Experimente sicherzustellen.

Der medizinische Zwischenfall zeigt, wie anspruchsvoll Langzeitmissionen im All sind und wie wichtig funktionierende Notfall- und Rückkehrkonzepte für die bemannte Raumfahrt bleiben.

Quelle: SRF.ch


Zusatzinformationen zur ISS und medizinischer Versorgung im All

An Bord der Internationalen Raumstation steht eine umfangreiche medizinische Grundausstattung zur Verfügung. Diese umfasst unter anderem Diagnosegeräte wie Ultraschall, EKG, Blutdruck- und Sauerstoffmessung sowie eine Auswahl an Medikamenten. Die Crew wird zudem rund um die Uhr von Ärztinnen und Ärzten am Boden überwacht und kann per Funk oder Datenverbindung medizinische Beratung erhalten. Dennoch sind die Möglichkeiten im Orbit begrenzt, insbesondere wenn weiterführende Untersuchungen oder Behandlungen erforderlich werden.

Für medizinische Notfälle sind verschiedene Rückkehrszenarien vorgesehen. Raumfahrzeuge wie Crew Dragon oder Sojus können die ISS innerhalb weniger Stunden verlassen und die Astronauten sicher zur Erde zurückbringen. Dass nun eine gesamte Crew vorzeitig zurückkehrt, zeigt, wie konsequent Sicherheits- und Gesundheitsaspekte in der bemannten Raumfahrt priorisiert werden.

Aus technischer Sicht bleibt die ISS trotz Crew-Wechsel weiterhin voll funktionsfähig. Lebenserhaltungssysteme, Energieversorgung über Solarpanels sowie Kommunikationsverbindungen zur Erde laufen unabhängig von der Besatzungsstärke stabil weiter. Wissenschaftliche Experimente können teilweise automatisiert fortgeführt werden.

Auch der Amateurfunkbetrieb der ISS (ARISS) ist grundsätzlich nicht direkt betroffen. Funkkontakte mit Schulen oder Amateurfunkstationen auf der Erde hängen jedoch stark von der verfügbaren Crew-Zeit und der Einsatzplanung ab. Bei verkürzten Missionen oder medizinischen Sonderlagen kann es daher zu Absagen oder Verschiebungen geplanter Funkkontakte kommen.

Der Vorfall unterstreicht die Herausforderungen zukünftiger Langzeitmissionen, etwa zu Mond oder Mars, bei denen eine schnelle Rückkehr zur Erde nicht möglich wäre. Entsprechend fließen solche Ereignisse in die Weiterentwicklung von medizinischen Konzepten, Crew-Auswahl und Missionsplanung ein.

Quelle: ChatGPT