Selbstbau Biconical Antenne
In seinem neuesten Video zeigt der YouTube Kanal SDR News, wie er eine bikonische Antenne (Bicone) aus einfachen Materialien selbst baut und anschliessend mit einem NanoVNA sowie SDR-Software testet. Das Besondere: Die Antenne entsteht aus Schultüten, Aluminiumfolie und einem Holzstab – ein klassisches DIY-Projekt, das vor allem eines demonstriert: Breitbandantennen müssen nicht teuer sein.
Der Bau
Zunächst formt er aus den Schultüten die Grundstruktur und spannt Aluminiumfolie darüber, um die typischen Kegel zu erzeugen. Ein Holzstab sorgt dabei für Stabilität. Im nächsten Schritt wird ein Koaxkabel mit einem BNC-Adapter angeschlossen, um die Antenne an einen NanoVNA anzuschliessen.
Wichtig beim Aufbau ist laut Video die saubere Kontaktierung der Aluminiumfolie und das Vermeiden von Kontaktverlusten – die Folie reflektiert stark, daher muss sie gut fixiert und geschnitten sein, damit sie nicht verrutscht.
Messung und Ergebnisse
Die Antenne wird zunächst mit dem NanoVNA vermessen. Dabei zeigt sich, dass das System über einen sehr breiten Bereich angepasst werden kann. In der Messung treten mehrere Frequenzen mit gutem SWR auf, darunter typische Amateurfunkbereiche wie 70 MHz und 260 MHz. Besonders interessant ist, dass die Antenne auch im Kurzwellenbereich eine „schöne“ Stelle zeigt, obwohl sie nicht für tiefere Bänder optimiert ist.
Der YouTuber betont, dass bei der Messung der gesamte Aufbau (Antenne + Kabel + Anschluss) betrachtet werden muss, da das Kabel die Anpassung beeinflusst, nicht jedoch die eigentliche Antennencharakteristik.
Vergleichstest mit Discone-Antenne
Im zweiten Teil des Videos führt er einen Vergleichstest durch: Die selbstgebaute Bicone wird gegen eine Discone-Antenne (25–1500 MHz) getestet. Dazu nutzt er SDR-Software (unter anderem „Mycola“ und „SDR Angel“) und ein RTL-SDR-Stick, um die Anzahl der empfangenen Signale in verschiedenen Frequenzbereichen zu vergleichen.
Dabei fällt auf, dass die selbstgebaute Bicone in manchen Bereichen mehr Signale zeigt, während die Discone in anderen Frequenzbereichen Vorteile hat. Insgesamt zeigt der Test, dass die DIY-Antenne für den Empfang durchaus brauchbar ist – vor allem für Nutzer, die eine breitbandige, preiswerte SDR-Antenne suchen.
Ausblick
Der Autor kündigt an, dass ein weiteres Video folgen wird, in dem er die Antennen an einem Spektrumanalysator testen möchte, um die Bandbreite noch genauer zu prüfen.
Quelle: YouTube @SDR-Nachrichten
