Elektrische Feldstärken im Wirkbereich von Mobilfunkantennen

Bestehende Mobilfunkanlagen werden seit April 2019 mit adaptiven Antennen erweitert. Adaptive Antennen verfügen im Vergleich zu den konventionellen Antennen über eine dynamische Abstrahlcharakteristik, wobei die Aussendung der Nutzdaten in Richtung des Endgerätes erfolgt. Da es sich dabei um eine neue Antennentechnologie handelt, führte das BAKOM von Herbst 2021 bis Frühling 2022 eine Messkampagne durch, mit dem Ziel die ankommenden Funksignale punktuell zu messen und zeitlich darzustellen.

Quelle und ausführliche Informationen unter; BAKOM


Da hab ich mal ChatGPT gefragt: Mobilfunkanbieter der Telefonie verwenden heute adaptive Antennen. Welche Antennen verwenden Funkamateure?

Kurz gesagt: Funkamateure verwenden überwiegend nicht-adaptive Antennen, sondern passive Richt- oder Rundstrahlantennen, die mechanisch oder manuell ausgerichtet werden. Adaptive Antennensysteme wie im Mobilfunk sind im Amateurfunk bisher die Ausnahme.

Etwas ausführlicher:


1. Mobilfunk vs. Amateurfunk (Grundidee)

Mobilfunkantennen

  • verwenden adaptive Antennen / Smart Antennas
  • meist Phased Arrays mit Beamforming
  • Strahlrichtung wird dynamisch elektronisch an die Endgeräte angepasst
  • stark software- und signalverarbeitungsgetrieben (MIMO, Massive MIMO)

Amateurfunk

  • Fokus auf Einfachheit, Eigenbau, Transparenz
  • kaum komplexe Signalverarbeitung in der Antenne selbst
  • Strahlform ist meist fest vorgegeben

2. Typische Antennen im Amateurfunk

🔹 Rundstrahlantennen

  • z. B. Dipol, Groundplane, Vertikalantenne
  • Abstrahlung in alle Richtungen (horizontal)
  • beliebt für:
    • UKW-Relais
    • Ortsfunk
    • Einsteiger

🔹 Richtantennen

  • z. B. Yagi-Uda, LogPer, Quad
  • feste Vorzugsrichtung
  • werden:
    • mechanisch gedreht (Antennenrotor)
    • oder bewusst fest ausgerichtet
  • sehr verbreitet bei:
    • DX-Verbindungen
    • Kurzwelle und VHF/UHF

3. „Adaptive“ Ansätze im Amateurfunk (selten, aber vorhanden)

Es gibt einige Speziallösungen, die man als „halb-adaptiv“ bezeichnen kann:

🔸 Phased Arrays für Funkamateure

  • mehrere Antennen, Phasenlage umschaltbar
  • Beam wird manuell oder per Software gewählt
  • z. B.:
    • E-W / N-S-Umschaltung
    • Richtkeulenwahl per Relais
  • keine kontinuierliche automatische Nachführung

🔸 Empfangsseitige Adaptive Systeme

  • Noise-Cancelling-Antennen (z. B. DX Engineering NCC)
  • nutzen zwei Antennen:
    • eine für Nutzsignal
    • eine für Störsignal
  • Phasen- und Amplitudenanpassung
  • Ziel: Störunterdrückung, nicht Beamforming

🔸 SDR + Antennenarrays (Experimentell)

  • mit Software Defined Radio
  • mehrere Empfangskanäle
  • Richtungsermittlung (DOA)
  • Beamforming im Experimentier- oder Forschungsbereich
  • noch kaum Alltag im Amateurfunk

4. Warum keine Mobilfunk-Technik im Amateurfunk?

  • Kosten und Komplexität
  • hoher Rechenaufwand
  • kaum Bedarf an:
    • Mobilitätsmanagement
    • gleichzeitiger Bedienung vieler Teilnehmer
  • Amateurfunk lebt von:
    • Antennenbau
    • Optimierung
    • manueller Betriebstechnik

5. Kurzfassung

Funkamateure verwenden hauptsächlich passive, feste Antennen
– Rundstrahler oder Richtantennen –
statt adaptiver Antennensysteme.
Adaptive Techniken existieren, sind aber experimentell oder spezialisiert.