80 Jahre Magnetbandaufzeichnung Sonderausstellung im Museum ENTER in Solothurn

Am 1. Dezember eröffnete  das Museum ENTER in Solothurn die Sonderausstellung  80 Jahre Magnetaufzeichnung,  die noch bis März 2016 zu sehen ist.

Herr Kunz, einer der beiden Direktoren des Museums, erklärte vor etwa 70 geladenen Gästen die Wirkungsweise der magnetischen Tonaufzeichnung und deren Entwicklung  in einem interessanten Vortrag. Angefangen vom ersten, kaum brauchbaren Gerät von Valdemar Poulsen um 1900. Es wurde erstmals an der Weltausstellung in Paris gezeigt. Mangels Verstärkungsmöglichkeit wurde es nicht weiterentwickelt.

Das erste wirklich brauchbare Tonbandgerät für Radiostudios wurde von der Firma Lorenz nach dem Prinzip von Carl Stille  gebaut. Es war ein richtiges Schwergewicht und wurde auf einem Lastwagen moniert.  Eingesetzt wurde es u. A. an der Olympiade 1936.

Auch die Studios der Schweiz besassen solche Geräte. Hr. Kunz hat in vielen Stunden Arbeit aus drei Geräten wieder ein funktionsfähiges Ausstellungsstück zusammengestellt. Erstaunlich war die gute Tonqualität, obwohl das 5mm breite Stahlband nur max. 5500 Hz aufzeichnen konnte. Dafür beträgt bei einer Bandgeschwindigkeit vom 2m/Sek. der Rauschabstand beachtliche 45 dB. Eine Rolle mit 2700m Band wiegt etwa 50 kg. Zu hören war die Reportage eines Eishokeyspiels in französischer Sprache.

Wer mehr über die Entwicklung der Magnetaufzeichnung, auch für Computerdaten, erfahren möchte wird von einem Besuch der Ausstellung im ENTER begeistert sein.

Das Bild zeigt den Direktor und Restaurator vom Lorenz Tonbandgerät, Hr. Felix Kunz,  beim Abspielen der Reportage am restaurierten Studiogerät.

Bild: R. Schmitt  mit freundlicher Genehmigung von Hr. Kunz

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