Sonderrufzeichen

WARD 18. April 2012, Remember „OSCAR-I“

Die International Amateur Radio Union (IARU), als internationale Vereinigung von Amateurfunkverbänden, wurde im April 1925 in Paris gegründet, um die Interessen der Funkamateure auf den Weltfunkkonferenzen besser vertreten zu können. Anlässlich der Gründung wurde auch der jährliche Weltamateurfunktag (WARD) am 18. April ins Leben gerufen. Insgesamt gehören weltweit mehr als 150 Amateurfunkverbände der IARU an, so auch die Union Schweizerischer Kurzwellen-Amateure (USKA), mit ihren Sektionen.
Dieses Jahr ist erstmals HB9WARD für die Schweiz QRV, 10 – 160m CW, OP HB9JOE, Standort Muri AG, 10 – 40m SSB, Team von HB9BE, Standort Burgdorf, div. Ops.

Weltweit genießen die Interessen von Funkamateuren auf Grund ihrer besonderen Leistungen im Hinblick auf technische Entwicklung und ihrer strukturellen Unterstützung in Not- und Katastrophenfällen den besonderen Schutz durch anerkanntes Völkerrecht.
Zu den Aufgaben des Amateurfunkdienstes gehört unter anderem auch die Mitwirkung im Not- und Katastrophenfunkdienst. Dazu werden moderne und bewährte Methoden der Funktechnik trainiert und mit Ausbreitungsphänomenen experimentiert. Auch junge Menschen und Studenten finden hier eine Möglichkeit, die Theorie der drahtlosen Kommunikation in der Praxis sinnvoll zu erproben.

Über alle politischen, ethnischen und gesellschaftlichen Grenzen hinweg verbindet Amateurfunk Menschen, außerhalb von Mobiltelefonie und Internet, zu jeder Zeit und auch mit einfachsten Mitteln.

Der diesjährige WARD steht unter dem Motto „50 Jahre Amateurfunksatelliten im All“, und ist OSCAR-I und OSCAR-II gewidmet.

OSCAR-I, der erste Amateurfunksatellit, wurde am 12. Dezember 1961 als Mitreisender eines US-Spionagesatelliten ins All geschickt. Während seinen Erdumrundungen funkte die 4.5 kg schwere „Blechdose mit Antenne“, 22 Tage lang „HI“ zur Erde. Über 500 Funkamateure in 28 Ländern konnten die CW Signale auf 145 MHz hören, dies war der Aufbruch in eine neue faszinierende „Amateurfunkwelt“ im All.

Chief Marconi Wireless Officer – GR100MGY

Der Untergang der RMS Titanic am 15. April 1912 schockte die Welt und berührt seitdem unsere Herzen. Derjenigen, die in dieser Katastrophe umgekommen sind, wird auch am 100. Jahrestag während vielen Gedenkveranstaltungen errinnert.
Mit der Möglichkeit der Morsetechnik wurden bei dieser Tragödie hunderte von Menschen gerettet. Jack Phillips (1887-1912), war der “ Chief Marconi Wireless Operator“ an Bord, er sendete nach dem Zusammenstoss der Titanic mit einem Eisberg, ununterbrochen SOS Signale aus, bis das sinkende Schiff auch ihn in die Tiefe des Meeres riss.
Zu Gedenken an Jack Philips und seinem Heldentum, wird der lokale Amateurfunkclub (Wey Valley Amateur Radio Group) von Godalming (Jacks Herkunft) vom Di 10. April 2012 10:00 UTC bis Mo 16. April 08:00 UTC eine Station mit dem Sonderzeichen GR100MGY betreiben.
Zum Einsatz kommt ein IC-7800 Transceiver mit einer PW-1 (400W) und eine Elecraft K3 mit einer KPA500 (400W).

Die Operators unterbrechen die QSOs für einen Moment am So 15. April um 05:57 UTC, zu diesem Zeitpunkt verstummten Jacks Hilferufe in CW von der sinkenden Titanic endgültig.

Die beiden Transceiver werden im Bereich von 80m – 10m, teilweise auch in SSB im Einsatz sein. Als QSL-Karte wurde eine 3teiliges sehr schönes Design gewählt, sie wird nicht automatisch versendet, kann aber HIER angefordert werden.
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