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Guglielmo Marconi zum 75. Todestag

Guglielmo Marconi wurde als zweiter Sohn des italienischen Landbesitzers Giuseppe Marconi und dessen aus Irland stammender Frau Annie Jameson am 25. April 1874 geboren. Er erhielt eine private Ausbildung in Bologna, Florenz sowie Livorno.

Bereits in jungen Jahren interessierte ihn besonders die Elektrizität. Neuere Untersuchungen zeigen, dass er sich mit der Verbesserung der Leistungsfähigkeit von Batterien beschäftigt hat. Als er die Schriften von Heinrich Hertz studiert, wendet sich Marconi der drahtlosen Telegrafie zu und gilt damit als Pionier der drahtlosen Kommunikation. 1895 begann er auf dem Landgut seines Vaters, Villa Griffone bei Bologna, mit Laborexperimenten. Im Sommer 1895 führte er auch einige seiner ersten Versuche über 2,5 km Entfernung in Salvan in den Schweizer Alpen durch. 1896 baute Marconi ein „Gerät zur Aufspürung und Registrierung elektrischer Schwingungen“ von Alexander Stepanowitsch Popow nach und ließ dieses im Juni 1896 vor Popow patentieren.

Später verlegte er sein Labor auf die Kreideklippen der Isle of Wight, ließ sein System in Großbritannien patentieren und gründete 1897 das Unternehmen Marconi’s Wireless Telegraph Company Ltd. mit Sitz in London.
Am 27. März 1899 kam es zur ersten drahtlosen Verbindung über den Ärmelkanal vom South Foreland Lighthouse bei Dover nach Wimereux.

Am 12. Dezember 1901 gelang der erste transatlantische Funkempfang eines Signals (Buchstabe S des Morsecode) aus Poldhu auf der Halbinsel The Lizard in Cornwall auf dem Signal Hill bei St. John’s in Neufundland. Im folgenden Jahr konnte Marconi Testnachrichten in beiden Richtungen über den Atlantischen Ozean übertragen.

Am 18. Januar 1903 erfolgte die erste öffentliche transatlantische Kommunikation: Marconi tauschte von der Marconi Wireless Station in Cape Cod, Massachusetts Grußbotschaften zwischen US-Präsident Theodore Roosevelt und dem König von England Eduard VII. aus. Das System wurde von der Kriegsmarine übernommen. Auch von der südwestirischen Mizen-Halbinsel kommunizierte Marconi mit dem vorbeifahrenden Schiffsverkehr auf dem Atlantik.

Am 26. Juni 1905 erhielt Island das erste Telegramm seiner Geschichte, noch bevor ein Seekabel verlegt wurde. Seit 1907 bestand ab dem westirischen Ort Derrygimla bei Clifden ein drahtloser transatlantischer Telegrafendienst für die Öffentlichkeit. Die Sendestation wurde während des Irischen Bürgerkrieges 1922 zerstört.

Im Jahr 1909 erhielt Marconi gemeinsam mit Ferdinand Braun den Physiknobelpreis. Später beschäftigte er sich mit der Anwendung von Kurz- und Mikrowellen.

Als Marconi am  20. Juli 1937 in Rom starb, wurde zu seinem Gedenken sämtlicher Funkverkehr für zwei Minuten ausgesetzt. In Würdigung seiner Leistungen ist nach ihm der Asteroid (1332) Marconia und ein Mondkrater auf der Mondrückseite, benannt.
Auch die Gemeinde Sasso Marconi wo sich die Villa Griffoni-Marconi – das heutige Marconi-Museum – befindet, trägt seinen Namen. Ebenso wurde der internationale Flughafen der italienischen Stadt Bologna nach Guglielmo Marconi benannt. In Gedenken an ihn wird ein jährlich ausgetragener Amateurfunk-Contest Marconi memorial contest genannt. In der italienischen Sprache wird ein Funker als Marconista bezeichnet.

Geomagnetischer Sturm

Aktuell sind wir wieder einem geomagnetischen Sturm ausgesetzt, dieser wird morgen seine höchste Intensität auf unserem Planeten erreichen.
Lassen wir die Spekulationen über mögliche Störungen die auch wir im Amateurfunk erleben könnten.

Erlebt doch einfach diesen faszinierenden Film des SDO (Solar Dynamics Observatory) der NASA.

Bitte um etwas Geduld bis der Film geladen ist…

Mehr infos unter http://sdo.gsfc.nasa.gov/data/

SFDRS Sendung „Einstein“ Morsefunk

Am Donnerstag 12. April 2012 um 21.00h bringt SFDRS in der Sendung „Einstein“ einen Bericht über den Morsefunk und Marconi im Zusammenhang mit den geretteten Passagieren der Titanic vor 100 Jahren.
Mehr infos bei SFDRS.

 

Frühlingsimpressionen auf dem Dietschiberg

Zur Abwechslung ist ist bei HB9LU auch einmal Biologie statt Physik angesagt.
Der Dietschiberg hat für HB9LU schon länger eine Amateurfunk-Bedeutung, die „kleine Rigi“ lädt in den Frühlingshaften Tagen besonders zu einem Ausflug ein.
Stefan HB9AVX, hat uns ein paar Impressionen mitgebracht.

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