Posts by André Mühle HB9FMM

HB9RYV Peter Ens aktiviert mehrere Sota-Gipfel auf Island

(SOTA Erstaktivierungen in TF mit Hilfe der HB9LU-Morsegruppe – eine Aktivator Geschichte 🙂

Island hat hunderte von Berge (bei uns in der CH eher Hügel genannt) – geschätzte 90% sind noch nicht aktiviert. Im Jahr 2017 war ich zum dritten Mal in Island, kurz vorher wurde ich vom SOTA Virus befallen 🙂 Meine vier „MUST-DO“ Berge in TF waren damals: Mælifell – TF/SL-150, Hekla – TF/SL-010, Kirkjufell Eyrarsveit – TF/SN-056 und Snæfellsjökull – TF/SN-001. Alle habe ich, ausser dem Snæfellsjökull, aktiviert – der hat im Sommer zu viele Spalten und wird dann nicht mal von den Einheimischen bestiegen – im Winter ist er leicht begehbar.

Dieses Jahr wollte ich wieder einige Erstaktivierungen machen und natürlich die Kollegen der HB9LU-Morsegruppe mit einbeziehen. Nach der Quarantäne war der erste Berg vor der Haustüre in Seydisfjördur der Stafdalsfell – TF/AL-196, den ich im 2017 erstaktiviert hatte – der war einfach. Tage vorher wollte ich den Sönghofsfjall – TF/AL-243 aktivieren, bin aber 400 Meter vor dem Gipfel vor zwei ca. 70 Meter hohen, quasi senkrechten Felswänden gestanden – das war mir zu heiss und ich bin wieder runter – Gesundheit und Sicherheit „first“.

Weiter Richtung Bakkagerdi – kenne ich von früher – sehr schöne Gegend und viele SOTA-Berge. Am 28. August habe ich mir den Sönghofsfjall – TF/AL-243 als Ziel gesetzt – sah sehr einfach aus – aber wieso die Distanz auf SOTA-Goat so weit war, merkte ich erst später. Also hoch und bei der ersten Anhöhe kam weiter hinten noch eine – dieses Spiel wiederholte sich einige Male – Hügel hinter Hügel bis endlich der Gipfel erreicht war. Verschwitzt und erleichtert setzte ich eine WhatsApp-Meldung an die Morsegruppe ab – ich bin oben 🙂 Aufbau der Antenne (20 Meter EFHW mit dem Fuchskreis HB9LU-HB9BXE) und eine saubere CW-Frequenz gesucht und eine WhatsApp mit der CW-Frequenz abgesetzt. Hans-Peter, HB9BXE war der erste Kontakt, nachher HB9CQB, HB9DBM, HB9EGA und HB9BPH.
Nachher ein Spotting auf SSB, ganz Europa und eine Station aus Colorado war da, 19 Kontakte, alle mit 20 Watt.

Am 30. August war ich ganz im NO von Island – eine für mich noch unbekannte Gegend. Aktivierung Fagradalsfjöll – TF/AL-225.CW Verbindung mit HB9BXE, HB9BPH, DL1FU und G4OBK – der Rest in SSB – total 15 QSO’s.

Weiter im NO von Island – eine Störung des Erdmagnetfeldes war extrem bemerkbar. Aktivierung (31.Aug.) Heiðarfjall – TF/AL-280, nur zwei Kontakte: Portugal in SSB auf 20 Meter und Heinz, HB9BHP auf 30 Meter in CW waren machbar – Erstaktivierung ok – aber Null Punkte.

Ganz im NO Aktivierung (1. Sept.) von Viðarfjall – TF/AL-273 – 5 QSO’s in SSB. Billi,TF5B, den ich einen Tag später in Akureyri besuchte, wunderte sich, dass ich doch 5 SSB Verbindungen hatte – er macht „nur“ FT8 und hatte an diesem Tag nur 15 Verbindungen, normalerweise hat er x-fach mehr Kontakte.

Später (5. Sept.) traf ich Yngvi, TF3Y und bestieg mit ihm den Mt.Esja, den Hausberg von Reykjavik. Eine 16 Km Tour die es „in sich hatte“ – 4 Std. hoch mit Klettern, 3 Std. runter – sehr anstrengend – aber eine super Aussicht. Mein Herzberg, der Vulkan Hekla, der jeden Moment „in die Luft gehen kann“, war auch sichtbar – nebst dutzenden anderer SOTA-Hügel.

Am Vorabend war ich auf dem Úlfarsfell – TF/SV-041 – hatte aber nur 3 Verbindungen auf 431.000 MHz mit „lokalen HAM’s“- also auch null Punkte – egal – ein super Sonnenuntergang über Reykjavik entschädigte für die Strapaze!

Weiter Richtung Snæfellsnes – leider aber schlechtes Wetter und tiefe Temperaturen. Da der TF/SN-001 schon durch einen „Einheimischen“ aktiviert wurde und eine Besteigung im Herbst extrem gefährlich ist – nehme ich den Nachbarsberg. Am 9.September bestieg ich den Sandkúlur – TF/SN-021 und hatte eine erfolgreiche Erstaktivierung bei minus 2 Grad. 10 Verbindungen – Kalifornien und Washington-State nebst vielen Europäern brachten mir 4 Punkte – eigentlich viel zu leicht gegen die 6 Punkte des Esja 🙂

Ich sitze nun in Vik im Süden und hätte noch einiges vor, aber das Wetter spielt nicht so mit, schauen wir was noch geht und hoffe noch auf ein paar CW-QSOs mit der Morsegruppe …

73, Peter, TF/HB9RYV

Silent Key Serge Marti HB9MCF Nachruf

Mit freundlicher Genehmigung durch den Autor Markus HB9GFM
Ich kannte Serge Marti leider nur eine kurze Zeit – ganze 6 Jahre – und doch hat mich seine Persönlichkeit sehr beeindruckt. Als ich das erste Mal kurz nach meiner HB3-Prüfung auf dem Pilatus-Relais aktiv war, meldete sich eine donnernde Stimme mit «HB9Mike Charly Fox» und ich habe mit grosser Ehrfurcht eines meiner ersten QSOs gefahren.
Serge war in seinen jungen Jahren Miliz-Pilot bei der Luftwaffe. Er flog Hubschrauber und Pilatus Porter. Man konnte mit ihm und Walti HB9JBO ausgiebig über Flugzeuge und Aerodynamik plaudern, meistens auf dem Relais Pilatus. Serge brachte den Neulingen auf der QRG die richtige Arbeitsweise und gutes funkerisches Benehmen bei. Ganz nach alter Schule, war er zunächst mit seinem QSO-Partner per «Sie». Das «Du» musste sich erst verdient werden. Sein Wissen in allen Bereichen des Amateurfunks war enorm und er hat es mit grosser Begeisterung weitergegeben. Für mich persönlich war er eine ausserordentliche Hilfe bei der Vorbereitung auf die HB9-Prüfung und an meinem Prüfungstag war er dann mindestens so nervös wie ich.
Die Luzerner HAM-Börse lag ihm jeweils auch sehr am Herzen und er hat sie in sehr routinierter Art und Weise organisiert.
Über seinen Gesundheits-Zustand hat man ihn nie klagen gehört und er hat bis zuletzt unglaublich gekämpft.
Seine liebe XYL Gabi hat ihn bei seinem Hobby tatkräftig unterstützt und sehr oft war sie diejenige, welche eine Antenne für Serge aufgebaut hat, weil seine Kraft einfach nicht mehr ausreichte.
Eine grosse Leidenschaft von Serge, war die DX-Jagt auf KW in Phonie, CW oder den modernen digitalen Arbeitsweisen wie FT8 oder PSK 31. Nun ist seine Stimme für immer verstummt und wir werden «Mike Charlie Fox» immer in guter Erinnerung behalten.

Freudiges Ereignis!

Leonardo Donno (Teilnehmer vom letzten AFU-Kurs) wurde am Dienstag, 27. Aug. 2020 beim BAKOM in Biel über sein Wissen als HB9-Anwärter auf „Herz und Nieren“ getestet.
Als sehr motivierter Kursteilnehmer (wie wir ihn kennenlernten) hat er diese Hürde mit Erfolg gemeistert!
Leonardo hatte bei uns den HB3er Kurs besucht und wollte im Frühling 2020 an die HB3er Prüfung.
Da das BAKOM wegen CORONA keine Prüfungen durchführte, wollte Leonardo die Zeit nicht untätig verstreichen lassen und hat sich kurzerhand entschlossen, sich im Selbststudium das Wissen (Niveau HB9…) anzueignen. Wir haben ihn entsprechend betreut und standen ihm wenn nötig bei Fragen zur Verfügung.

Das Kurslehrer-Team HB9LU gratuliert Leonardo zu seinem Erfolg ganz herzlich!

Ich freue mich wenn sein „frischgebackenes Call“ zum ersten mal im „Äther“ auftaucht!

Urs HB9MYH
Leiter AFU-Kurs HB9LU

Silent Key Serge Marti HB9MCF

Liebe Funkfreunde und Mitglieder von HB9LU.

Leider ist wieder eine bekannte und kräftige Stimme auf dem Pilatus Relais für immer verstummt.
Serge HB9MCF, geboren am 22.01.1950 ist am 28.07.2020 nach längerer Krankheit verstorben.
Wir werden Serge ein ehrendes Andenken bewahren.

Hier die Gedanken seiner XYL HB9MCF zum Silent Key von Serge:
Der Amateurfunk hat es Serge ermöglicht, trotz Krankheit und eingeschränkter Mobilität, weltweit Kontakte zu pflegen. Das war für ihn sehr wertvoll. Sehr wichtig waren ihm auch, die täglichen QSO, über die Relais mit Freunden hier in der Schweiz. Ich werde das Mithören und seine Ausführungen über seine interessante Tätigkeit vermissen.
XYL von HB9MCF und Freunde

Todesanzeigen werden keine versandt, die Bestattung findet im engsten Kreis statt.

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