Lehrreicher CW-Praxistag in Luzern

Der von Hanspeter, HB9BXE durchgeführte Morsekurs wurde einmal nicht im Schulungszimmer durchgeführt, sondern draussen im Freien. Dieser Praxistag fand am 11. Mai in der „Gardenvilla“ nahe dem Richard Wagner Museum statt. Rene, HB9AAI hatte es uns ermöglicht, dass wir das Gelände der Villa zum Antennbau benutzen durften.
Neun OM’s haben sich trotz regnerischer Witterung mit ihrer Ausrüstung im Tribschen eingefunden. Vier Teams bauten je unterschiedliche Antennen auf.
Hanspeter, HB9DBK nahm die Fahrzeugantenne ATAS in Betrieb. Hannes, HB9CQB setzte eine Wurfantenne zusammen mit dem KX2 und dem eingebauten Tuner ein. Alfons und Reto haben die „Home Made Trap“-Antenne getestet und Heinz und Marcin haben eine „End-Feed“ Antenne aufgebaut.
Bald war schon Mittagszeit. Auf dem Grill wurde es bald etwas knapp mit dem Platz, aber es konnten doch alle rechtzeitig die mitgebrachten Leckereien grillieren. Drinnen im Haus erwartete uns ein schön gedeckter Tisch und lud uns zum Essen ein. Die Getränke wurden von Rene gespendet.
Unvergessen bleibt der „Cheese-Apple-Cake“, den Marcin mitgebracht hatte. Eine Spezialität von seiner Mutter aus Polen.

Gleich nach dem Essen zeigte uns Hanspeter, HB9BXE wie man das Richtdiagramm einer Antenne in der Praxis ermitteln kann. Dazu wurde die Magnet-Loop, die Marcin und Heinz entworfen und gebaut haben, mit 1 Watt Dauerträger auf 40m gespiesen. Der etwa 5m entfernte Empfäger hat die Signalstärke gemessen, dann digitalisiert, in CW umgewandelt und über einen kleinen Sender auf 70cm wieder ausgesendet. Die in CW empfangene Zahlengruppe wurde in eine vorbereitete Excelltabelle eingegeben. Darauf wurde die Antenne um zehn Grad gedreht und der neue Zahlenwert eingefügt. Nach 36 Einträgen war die Tabelle voll und das ermittelte Strahlungsdiagramm wurde gleich grafisch dargestellt. Eine effiziente Art, wie sie nur mit CW-Kenntnissen durchgeführt werden kann.
Im Vergleich mit der „End-Feed“ Antenne schnitt die Magnetloop deutlich schlechter ab. Die Resultate der übrigen Anntennen liess sich aus der unterschiedlichen Anzahl QSO’s nicht vergleichen.
Marcin, HB9EGA hat ein Video zusammengestellt. Es ist auf Youtube zu sehen.

Um 15 Uhr startete der russische CW Contest. Dafür hat Hanspeter, HB9BXE eine Stromsummenantenne aufgebaut. Er demonstrierte auf eindrückliche Weise, wie heute CW-Conteste ablaufen. Der Computer idendifiziert über einen DX-Cluster die Rufzeichen. Ein Mausklick genügt und schon ist die gewünschte Staion eingestellt. Nach deren Identifikation muss noch die Laufnummer eingegeben werden. Den Rest erledigt der Computer selbständig. Eine sehr effiziente und zugleich stressige Art, QSO’s zu machen.

Etwa um 16 Uhr, als sich das Wetter wesentlich gebessert hatte, wurden die Antennen wieder abgebaut. Sicher war das ein lehrreicher Tag für alle Teilnehmer von HB9LU.

Rene HB9BQI

 

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