Month: November, 2018

Neues DMR Relais auf dem Sonnenberg

Seit Beginn des DMR-Funks für Funkamateure war die Abdeckung in Luzern
sehr schlecht und hat einige Interessierte OM’s dazu bewogen, etwas zu unternehmen.
Man entschloss sich, eine Kollekte zu machen und so kam in kurzer Zeit das Geld für
ein DMR-Relais zusammen.
Unter der Leitung von Walter, HB9TLX wurde das Projekt in Angriff genommen und es
konnte mit der Planung gestartet werden. Unter Rücksprache mit der
Relaisgruppe und dem Vorstand wurde das Vorhaben vorgestellt und die Einwilligung eingeholt.

Zuerst war der Plan so, dass man ein Multimode-Relais mit DMR und D-Star bauen wollte.
Allerdings ergab es sich während des Projektverlaufs, dass ein DMR-Relais von HB9CF
abgebaut werden musste. Das war dann die Gelegenheit an ein neuwertiges DMR-Relais der
Marke Hytera zu kommen. Zudem wurde auch während der Entwicklungsphase immer klarer,
dass ein Multimode-Relais mit zwei Betriebsarten den Betrieb gegenseitig blockieren würde.
Somit war es letztendlich auch eine glückliche Fügung, dass ein reines DMR-Relais in Betrieb gehen sollte.
Ein weiterer Schritt war die Suche nach einer geeigneten QRG. Das war gar nicht so einfach.
Schliesslich wollten wir ja keine Störungen verursachen und das 70cm Band ist ohnehin schon gut belegt.
Die Frequenz des ehemaligen Seelisberg DMR-Relais war nicht für den Betrieb auf dem Sonnenberg geeignet.
Allerdings konnte dann die ideale QRG gefunden werden und die BAKOM-Eingabe wurde eingereicht.
Anfangs September kam dann vom Bundesamt grünes Licht und die QRG: 438.628 MHz (- 7.6 MHz)
war gesetzt.
In der Folge konnte der Testbetrieb ab QTH von HB9TLX aufgenommen werden. Schon mit diesen Bedingungen
wurden gute Ergebnisse erzielt und man konnte sich auf die Betriebsaufnahme am vorgesehenen Standort freuen.
Schliesslich wurde dann am 19. Oktober 2018 das Relais auf dem Sonnenberg installiert.
Urs, HB9MYH und Walter, HB9TLX führten diese Arbeiten durch und dank guter Vorbereitung war dies schnell erledigt.
Am Nachmittag konnte dann das Relais den Betrieb aufnehmen und steht nun den Funkamateuren im Raum
Luzern zur Verfügung.
Die ersten Empfangsrapporte sind hervorragend und versprechen einen einwandfreien Funkbetrieb auf DMR.

Besonderen Dank geht an die Mitwirkenden:

HB9TLX, Walter
HB9MYH, Urs
HB9DBK, Hanspeter

Ganz spezieller Dank geht an folgende Helfer, welche sich an der Kollekte beteiligt haben:

HB9TLX, Walter
HB9DBK, Hanspeter
HB9WDH, Peter
HB9JBY, Fonsi
HB9BQI, René
HB9WDN, Markus
HB9BXE, Hanspeter
HB9FXU, Thomas
HB9AAI, René
HB9BMC, Röbi
HB9EZU, Roland

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Gerät: Hytera RD625

Rufzeichen: HB9LU

Gerätestandort: Luzern Sonnenberg HB9LU
CH-Koordinaten: 663431/210700, 683m ü.M.
Inbetriebnahme: 01.09.2018
Leistung: 20.0 W
Polarisation: vertikal
Bandbreite, Modulationsart: 11K0G9W (DMR)
Frequenz TX: 438.625 MHz
Frequenz RX: 431.025 MHz
DMR ID: 228613
ColorCode: 1

Permanent aufgeschaltete Sprechgruppen:
TG 228 TS 1 Schweiz national
TG 2280 TS 2 Deutschschweiz
TG 2285 TS 2 Aargau / Zentralschweiz

Besichtigung Kommandoposten SELGIS

Sektionsausflug Sa 13.Okt. 2018

Bei bestem Reisewetter fuhren 13 OMs ins Muotathal zur Besichtigung des Kommandopostens „Selgis“. Am vereinbarten Treffunkt, der Haltestelle Selgis, trafen wir uns mit den Verantwortlichen. Selgis ist die einzige Schweizer-Anlage, welche direkt ans ÖV-Netz angeschlossen ist.

Vorbei an der Schleuse, der Dusche und der früher bewachten Eingangskontrolle betraten wir den Führungsraum. Bei Kaffee und Gipfeli begrüsste uns Herr Alois Mettler, der Werkchef. Er erklärte uns die Gründe und Überlegungen, welche anfangs 1940 schlussendlich zum Bau des Bunkers an diesem Standorte ausschlaggebend gewesen waren. Anhand der Baupläne konnten wir erahnen, welche Ausmasse der Bunker hat. Auch skizzierte er die vielfältigen Aufgaben des unterirdischen, geschützten Kommandopostens des Stabes 4. AK.

Aufgeteilt in zwei Gruppen besichtigten wir die Räume des Festungswerkes. Die Festung, bestehend aus 15 verschiedenen Arbeitsräumen mit Notstrom – und Klimaanlage, kleiner Küche, Werkstatt, Wachtlokal, Telefon- und Fernmelderäumen sowie Betten für 93 Personen. Im kalten Luftzug wurde uns bewusst, dass wir uns unter Tag befanden; in der ganzen Anlage herrschte eine Temperatur von 11°. Dies war der Grund, warum warme Kleidung in der Einladung empfohlen worden war.
Auffallend und einmalig und besonders erwähnenswert ist der Wandbildzyklus des bekannten
St. Galler Kunstmalers Willi Koch. Füsilier Koch malte in den Jahren 1943/44 in verschiedenen Räumen 13 Gemälde direkt auf die Betonwände.

Eindrücklich ist auch der Fluchtweg durch den Tunnel. Alle genossen schlussendlich die frische, warme Luft am Ausgang oberhalb der Anlage.

Als Abschluss bewirteten uns die Herren Alois Mettler und Niklaus Müller mit einem grosszügigen Apéro. Bei dieser Gelegenheit wurden auch letzte Fragen beantwortet.

Ich danke den beiden Herren Alois Mettler und Niklaus Müller für die interessante und informative Führung durch den Bunker Selgis.

Nachzuschlagen und weitere interessante Info bei:
http://www.schwyzer-festungswerke.ch/festungsanlagen/Selgis_Flyer.pdf

Der kleine Fussmarsch in Richtung Restaurant Haus der Jagd- und Spotschützen tat allen gut. Der lange Tisch in der Mitte des Restaurants, der für uns reserviert und gedeckt war, sorgte perfekt für ein gemütliches Mittagessen.

05. Nov. 2018 / HB9WDH Peter

 

Silent Key, Willy Wirz HB9ATZ

Willy Wirz HB9ATZ
1934 – 2018

Am 26. Oktober ist unser Ehrenmitglied Willy Wirz nach langer Krankheit gestorben. Wir entbieten seinen Angehörigen unser herzlichstes Beileid. Willy wohnte lange Zeit an der Wesemlinstrasse in Luzern.
Den langjährigen Mitgliedern von uns ist Willy als engagierter Radioamateur bekannt. So rief er 1976 zusammen mit Ruedi HB9AAZ das «OLD LUCERNE AWARD» Diplom ins Leben, das bis heute noch erworben werden kann.
Hier einige Schwerpunkte, für die er sich in HB9LU eingesetzt hat:

1999, Studiengruppe HB9O

1995, Weitergabe der Diplombetreuung an HB9JBO

1986, Mitarbeit Projektgruppe 2-m-Relais Innerschweiz HB9LU

1980, Ehrenmitglied Sektion Luzern

1980, Triebfeder im Projektteam «USKA-Jahrestreffen 1980» im Gersag, Emmenbrücke

1977, 2 Jahre Vizepräsident Sektion Luzern

1976, Co-Vater des schönen Luzerner Diploms «Old Lucerne Award» mit HB9AZZ

1973, an der Schweizerheim-Runde angefragt, ob er beitreten möchte.

Altersgebrechen machten auch vor ihm nicht halt, so dass er sich gezwungen sah seine grosse Wohnung im Wesemlin aufzugeben. Er zog ins nahe gelegene Altersheim, wo er von seiner persönlichen Pflegerin liebevoll betreut wurde.
Die Sektion Luzern wird Willy ein ehrendes Gedenken bewahren.

René Schmitt HB9BQI
Präsident Sektion Luzern HB9LU

Afupräsentation in Basel

Amateurfunkstation im Tinguely-Museum in Basel

Im Tinguely-Museum in Basel findet z.Z. eine Ausstellung über Radio-Schätze aus aller Welt statt. Sie heisst Radio Phonic Spaces und dauert vom 24.10.18 – 27.01.19. Begleitet wird sie von Themenwochen rund ums Radio, so auch über Amateurfunk vom 30.10.- 4.11.2018.
Die Hauptausstellung bietet verschiedene Hör-Parcours über Radiosendungen der letzten 100 Jahre die für ihren Zeitabschnitt bekannt geworden sind sind. Mit einem Kopfhörer und einem speziellen Smartphone kann man sich im Ausstellungraum bewegen und erhält so aktuelle und historische Positionen aus 100 Jahren Radiokunst.

Für uns von speziellem Interesse ist die Ausstellung und Präsentation der Amateurfunkstation „HB9MTB Tinguely on air“. Die Basler Gruppe Notfunk Birs HB9NFB hat eine sehr ansprechende Präsentation aufgebaut, die unser Hobby den Zuschauern näher bringt. Neben dem Schwergewicht Notfunk von Funkamateuren gibt es auch Erklärungen und Experimente zur Funktechnik auf gut verständliche Art. Es wird auf Kurzwelle Betrieb gemacht in SSB, CW, und PSK. Grosse Bildschirme bilden einen Blickfang und informieren zugleich über die gerade getätigten Verbindungen. Vor allem für jüngere Museumsbesucher gedacht ist der Morsetisch. Bei mehereren zur Verfügung stehenden Tasten und Bugs, können sie sich mit Punkten und Strichen vertraut machen. Wer dann SUGUS fehlerfrei tastet, kann sich eine dieser kleinen Süssigkeiten vom nebenstehendem Körbchen nehmen.

Gut gelungen ist auch die Zusammenarbeit mit dem DEZA, das die Notfunkkommunikation der Funkamateure durch ihren weltweiten Einsatz in Katastrophengebieten im Ausland ergänzt. Gezeigt werden die Satellitensysteme Inmarsat und Iridium und deren Entwicklung in den letzten zwanzig Jahren.

In allem eine überaus gut gelungene Ausstellung der Notfunkgruppe Birs über Amateurfunk im Rahmen der Radiophonic Spaces der Bauhaus-Universität Weimar im Museum Tinguely Basel.

René Schmitt HB9BQI

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