Stadtrat von Luzern lehnt die Initiative über Handyantennen ab

Vor rund einem Jahr wurde in Luzern mit 1300 Unterschriften die Initiative „Ordnung statt Wildwuchs beim Mobilfunk“ eingereicht.

Die Initianten verlangen mit dem Begehren, dass die Mobilfunkantennen aus den Wohngebieten verbannt werden und in Parkanlagen oder in Industriegebiete verlagert werden. In der Stadt Luzern sind etwa 100 Mobilfunkantennen in Betrieb, dazu kommen noch etwa 80 Mikrozellen, die sich oft gut getarnt unter Leuchtreklamen befinden. Die Initiative will auch diese verhindern und setzt auf das Kaskadenmodell. Dieses besagt, dass die Mobilfunkantennen nur dann erlaubt sind, wenn kein anderer Standort ausserhalb der Wohnzone gefunden werden kann. Auch bei mir in der Gemeinde Emmen wird über dieses Modell diskutiert.

Für die Baudirektorin Manuela Jost ist dieses Modell jedoch für die Stadt Luzern nicht praktikabel. Die komplexe Topografie und die intensive Nutzung würden das nicht zulassen.

Es sei auch nicht sinnvoll, Megaantennen an den Stadtrand zu verlegen, weil dadurch die Sendeleistung der Mobilfunkantennen und die der Handys stark erhöht werden müssten.

 

Was bedeutet dieser Entscheid nun für uns Funkamateure? Was uns in Sachen Sendeleistung und damit überbrückbarer Entfernung längst bekannt ist, ist nun auch in der Politik angekommen. Wir können uns aber nicht in diesem uns zugefallenen Teilerfolg sonnen, sondern müssen aktiv dafür einstehen, dieses Wissen auch in die Bevölkerung zu tragen. In einer Zeit, wo der Unterricht in Mathematik und Physik zu einem Schattendasein verkommt, eine nicht einfache Aufgabe.

 

Wir haben ein tolles, technisch orientiertes Hobby und verfügen zudem noch über Rechte, die kein anderer Funkdienst besitzt. Also nutzen wir unsere Möglichkeiten und engagieren wir uns für die Öffentlichkeitsarbeit, z.B. im Verkehrshaus, bei der Nachwuchsförderung oder eben bei den Mitbürgern, dass sie am 5. Juni ein Nein in die Urne legen.

 

Euer Präsi

Rene HB9BQI

 

Quelle: Luzerner Zeitung

Foto: R. Schmitt,  Antennenanlage untere Halten, Emmen

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