Month: November, 2012

HB9BXEs P29-DXpedition, ist Thema des HB9LU-Stammtreffens mit Nüsslibankett vom 7. Dez. 2012

Auch diesmal findet das alljährliche Nüsslibankett anlässlich des Dezember Stammtreffens statt.

Wir können uns auch auf einen sehr interessanten Vortrag freuen.

Unser Sektionspräsident Hans-Peter HB9BXE, wird uns in einem 30 Minütigen Vortrag seine Erlebnisse auf der P29-DXpedition schildern, die er im Oktober dieses Jahres im Gebiet des „Bismark-Archipels“ erlebt hat.

Hier das Bild eines P29-Häuptlings

Der „SOLF“, Fred HB9JCP stellt uns den QRP-Project-Bausatz des 9-Band Allmode Tranceivers vor

Seit einigen Jahren bin ich ein Anhänger der Szene um QRPeter DL2FI, und seinem QRP-Project in Berlin. Meine Interessen schwangen mit der Zeit immer mehr in die Richtung von wenig Aufwand und K.I.S.S., „keep it small an simple“. QRO war nett, aber eben, nur nett.

Die ersten Schritte machte ich mit dem Rock-Mite, einem 1-Band TRX aus den USA. Eine Platine, eine Handvoll elektronischer Bauteile, eine Blechdose und ein Päckli mit Fischerman’s friend’s…..mehr war da nicht. Und doch gelangen mir damit nette 40m CW-QSO an einem einfachen Draht!

Es folgten diverse Bausätze von QRP-Project, dazwischen lötete ich mir den KX-1 zusammen, welcher mich immer auf Reisen begleitet.

Vor vier Jahren aber machte im QRP-Forum das Gerücht die Runde dass ein „grosser“ TRX im entstehen sei, mein Interesse war geweckt!

Bei ersten Anfragen bestätigte mir Peter Zenker, das Peter Solf DK1HE und sein Team bereits am entwickeln seien. Ich nahm mir ein Herz und bestätige Peter den Kauf des TRX, bevor überhaupt ein „Gebrauchsmuster“ vorhanden war. Stefan HB9WON und Christof HB9TZU von HB9JA stiegen ebenfalls mit ein. Wir überwiesen den Betrag lange voraus, so konnte Peter die wichtigsten Teile für den 9-Band TRX ordern.

Wie gross dieses Projekt wirklich werden sollte, lies sich daran erahnen, das der Zeitpunkt der Veröffentlichung immer weiter nach hinten geschoben wurde. Der erste Programmierer sprang leider ab und zwang das Team dazu, einen neuen zu suchen. Es folgte ein kompletter Neuentwurf der Bedieneinheit. So wurde aus dem angedachten Touch-Screen eine konventionelle LCD Einheit. Die ersten Bilder des Prototyps wurden veröffentlicht und dieser sah doch schon sehr vielversprechend aus.

Letztes Jahr konnten wir am Schwarzwaldtreffen den Solf das erstemal richtig in Aktion testen. Es waren nur wenige Bandmodule bestückt, doch das Potential des TRX lies sich schon an einem simplen Draht erahnen!

Noch hatte dieses „gebastel“ keinen Namen, man entschloss sich denjenigen zu ehren, welcher für die DL-QRP-AG die ganzen schönen Bausätze entwickelt hatte: Solf Peter, DK1HE. Fortan hiess der Bausatz nun also „der Solf“.
Ich konnte den „Solf“ am QRP-Treffen in der Chärnsmatt Rothenburg letzten Herbst vorstellen. Die vier Prototypen liefen, an der Firmware wurde noch immer programmiert.

Endlich, nach langer Wartezeit, wurden kurz vor Weihnachten 2011 die 50 Bausätze verschickt. Mir stand die Nummer 005 zu, der erste TRX nach den Prototypen. Leider machte uns der Schweizer Zoll und danach gleich noch die Post einen dicken Strich durch die Rechnung.
Als wir, unterdessen war es schon 2012, unsere Bausätze in den Händen hielten, waren die „Hardcore-Berufs-Amateurfunker“ mit Ihren „Solf“ schon weit fortgeschritten!

Wir hatten also nichts zu stressen und gingen den Bausatz auch mit verschiedenem Elan an. Die über 2000 Bauteile auf 23 Platinen wollten erst sortiert werden. Nichts für einen „Newcomer“, denn die Teile waren in genau fünf (5!) Plastiktüten zusammen in einem Karton abgepackt! Dass wurde nun wirklich kein Projekt „a la Elecraft“, die Baugruppen wurden anhand der Erfahrungen der Teilnehmer immer weiter angepasst. Es wurden fliegend Kondensatoren, Wiederstände usw. ergänzt oder geändert um die Performance des „Solf“ weiter zu optimieren. Auch wurden Wortwahl und Ablauf der nun schon 150 Seiten zählenden Baumappe weiter verbessert.
Eigentlich konnten wir froh sein, dass wir so hinterher hinkten! Die meisten Böcke waren schon bereinigt.

Endlich konnte ich mitte Januar mit meiner Löterei beginnen. Ich folgte dem Baubeschrieb, und hangelte mich mit meinem „einfachen“ Wissen der Materie von Baugruppe zu Baugruppe. Diese wurden jedesmal mit einem Kontrollvorgang abgeschlossen, dessen Werte man zur Kontrolle im geschlossenen Forumsbereich „Solf“ der DL-QRP-AG eintrug.
Die „Solfer“ konnten in diesem speziell für Sie abgegrenzten Bereich des Forums miteinander Kommunizieren, Fehler besprechen, oder eben Prüfwerte vergleichen. Ein mancher Bock konnte so behoben werden, auch stand da QRPeter immer wieder zur Seite.

Am 17.7.2012 Abends war es endlich so weit. Alle Baugruppen waren fertiggestellt und die ersten QSO’s in CW getätigt. Ein überwältigendes Gefühl wenn endlich alles funktioniert!

Alles funktioniert?

Nicht wirklich, denn ich hatte ja das Mikrofon noch gar nicht am Stecker des Solf angepasst! Doch dies konnte noch warten.

Gerne denke ich heute zurück, wie das Display zum ersten mal aufleuchtete, oder Ende des BG13 nach Anschluss einer Hilfsantenne die ersten Stationen auf dem Empfänger gelauscht werden konnten!

Nun sind seit Baubeginn gute zehn Monate ins Land gezogen. Die Bauzeit in Stunden beziffern? Nein, das kann ich nun wirklich nicht, denn manches Problem lies mich die Arbeit oft Tage ruhen, hingegen konnte ich den „Feuerhaken“ manchmal bis weit nach drei Uhr in der früh nicht erkalten lassen!

Nun folgt der Endabgleich an meinem Solf und anschliessend wird er in ein nettes Gehäuse eingebaut.

Doch weiss ich eins mit Bestimmtheit: Dieser „SOLF“, der wird nie wirklich fertig sein!

Einen kleinen (grossen) Eindruck, konnten sich die November-Stamm Besucher von diesem fast fertigen Gerät optisch verschaffen.

 

Fred, HB9JCP

Rückblick November Stamm HB9BQI mit Vortrag „Software Defined Radio“

Rückblick HB9LU-Stamm vom 16. November 2012

SDR macht’s möglich

Der Theatersaal im Gersag füllte sich gegen 20 Uhr mit über 30  Mitglieder der USKA-Sektion Luzern.

Keine Theatervorführung  war angesagt, sondern ein Vortrag von René, HB9BQI, zum Thema „Software definded radio.“ Das Interesse an der relativ neuen digitalen Welt war also sehr gross.

Ein SDR ist ein Gerät, bei dem wesentliche Funktionen eines Empfängers und/oder Senders durch digitale Signalverarbeitung vorgenommen werden.  Bei einem Empfänger braucht es auf jeden Fall einen  Analog-digital-Converter (ADC)  und eine digitale Signalverarbeitungsbaugruppe. Die in Frage kommenden Funktionen sind insbesondere Selektion (Filterung) und Demodulation, darüber weitere wie Verstärkungsregelung ( AGC) oder Noise-Blanker.

René stellte zeichnerisch dar, dass es grundsätzlich drei verschiedene Arten von SDR-Empfängern gibt. Die höchste Digitalisierungsstufe weist der „Direct Sampling HF Receiver“ auf. Bei ihm werden keine analogen Stufen mehr eingesetzt. Das Antennensignal wird direkt digital umgesetzt.

René hatte je einen Vertreter aller drei Kategorien betriebsbereit zur Demonstration aufgebaut:  beginnend mit dem letztjährigen Bauprojekt „Softrock“, über den Amateurfunktranceiver FLEX 1500  bis zum Direct Sampling HF Receiver „Perseus“.

Eindrücklich war die Demonstration der Trennschärfe der digitalen Filter. So konnte René zeigen, wie ein CW-Filter von 250 HZ Bandbreite arbeitet. Bereits Signale von 50 Hz oberhalb und unterhalb der Bandbreite wurden so stark ausgefiltert, dass sie unhörbar waren.

Bandbelegung von 1-40 MHz an der Antenne heute Morgen. Man sieht deutlich, dass die Bänder bis 10 m offfen sind.

Auch die Demonstration des „Perseus“ mit seiner Software zeigte ungeahnte Möglichkeiten. René hatte am Freitagnachmittag ein Segment von 7000 – 7400 KHz  auf Festplatte aufgezeichnet. Wir konnten somit am Abend miterleben, was sich am Nachmittag in diesen 400 KHz abgespielt hatte. Alle Stationen waren wie life zu hören. Rundfunkstationen, SSB-Stationen und auch speziell CW-Stationen  präsentierten sich, als wäre die Antenne angeschlossen. Man könnte also einen vierstündigen Contest , z.B. den NMD, aufzeichnen.  Dazu wären  ca.  45 GB Festplattenspeicher erforderlich.  Sehr interessant ist natürlich die Möglichkeit, den ganzen Bereich von 10 KHz bis 40 MHz simultan auf dem Bildschirm darzustellen und so die Bandöffnungen festzustellen. Per Mausklick lässt sich eine auf dem Bildschirm ersichtliche Station einstellen.

Schon erstaunlich, was mit moderner Technik seit etwa fünf Jahren möglich und für Funkamateure erschwinglich ist.

Herzlichen Dank an René für den informativen und aufwendigen Vortrag.

Fred, HB9JCP, zeigte danach noch seinen fast fertig gestellten QRP-Bausatz „SOLF“. Es  ist eine sehr schöne analoge Alternative zu PC-basierten Tranceivern.

Anschliessend endete der Abend bei gemütlichem Zusammensein und Fachsimpeln im Restaurant und an der Bar. Wir sind sehr froh, im Gersag Gastrecht  geniessen zu dürfen für die Kurse und für die Stämme.

Von Christine HB9BQW

„Software Defined Radio“ ist Thema des HB9LU November-Stammtreffens vom 16. 11. 2012

Die Präsentation von Rene HB9BQI, thematisiert die rasante Entwicklung des SDR (Software Defined Radio).
Was ist mit dieser Technik heute machbar und wie werden unsere Tranceiver in 10 Jahren die Amateurfunksignale verarbeiten.

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